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Yukata und Kimono - Basics

Hallöchen meine lieben Leser. Ich habe von einer Freundin eine Liste mit Themen erhalten, über welche sie gern mehr erfahren würde. Ihr seid alle herzlich eingeladen, Themen, zu welchen ihr Fragen habt oder die euch interessieren, in den Kommentaren zu hinterlassen. Für diejenigen, die meine Kontaktdaten haben, ihr könnt mir auch eine Nachricht schreiben.


 

Dieser Beitrag hier soll sich um das Thema Yukata und Kimono im Allgemeinen drehen. Wo liegen die Unterschiede, was gehört dazu, was muss man beachten, wenn man einen tragen möchte.


Kimono


Die Definitionen, welche zum Thema Kimono im Internet zu finden sind, können wie folgt zusammengefasst werden: Ein Kimono ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück, das typischerweise aus einem langen, weiten Mantel besteht, der um den Körper gewickelt und durch einen breiten Gürtel, genannt Obi, zusammengehalten wird. Der Kimono ist meist aus Seide oder anderen hochwertigen Stoffen gefertigt und zeichnet sich durch seine aufwendigen Muster und Farben aus. Er hat lange, weite Ärmel und wird oft zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Teezeremonien und Festivals getragen. Der Stil und die Art des Kimonos können variieren und hängen oft von der Jahreszeit, dem Anlass und dem sozialen Status der Person ab, die ihn trägt.


Bis zur Meiji-Restauration, die 1868 begann, wurde der Kimono als Alltagskleidung getragen. Während der raschen Modernisierung und Westarisierung Japans, begann die Verdrängung des Kimonos durch westliche Kleidung.


Heute wird der Kimono eher als festliches oder zeremonielles Gewand getragen, was sich jedoch in den letzten Jahren immer mehr ändert.


Viele Junge-Menschen entdecken Kimonos und die Diversität des Kleidungsstückes für sich wieder und es entstehen immer mehr moderne Arten, das Kleidungsstück zu tragen. Für mich ist es inzwischen ein Teil meiner Garderobe geworden, welchen ich nicht mehr wegdenken kann.


Yukata


Eine Yukata ist eine leichte, informelle japanische Robe, die aus Baumwolle oder synthetischen Materialien gefertigt ist und traditionell im Sommer getragen wird. Die Yukata wird oft bei sommerlichen Veranstaltungen wie Feuerwerksfestivals (Hanabi) oder in Onsen (heißen Quellen) und Ryokan (traditionellen japanischen Gasthäusern) getragen.

Die Ursprünge der Yukata lassen sich bis in die Heian-Zeit (794-1185) zurückverfolgen. Ursprünglich wurden sie als Badebekleidung nach dem Bad in heißen Quellen oder Bädern getragen. Im Laufe der Edo-Zeit (1603-1868) wurde die Yukata populärer und fand auch außerhalb der Bäder Verbreitung, besonders im Sommer.

In der modernen Zeit bleibt die Yukata eine beliebte Wahl für sommerliche Freizeitaktivitäten und traditionelle Festivals. Sie wird oft mit einem einfachen Obi (Gürtel) und gelegentlich mit traditionellen Holzsandalen (Geta) getragen. Die Yukata ist ein Symbol für Entspannung und Sommerfreude in der japanischen Kultur.


 

Wie ihr sehr besteht der Hauptunterschied zwischen den beiden Kleidungsstücken in der Formalität. Kimonos sind eher formell, Yukata sehr informell. Auch in der Art und Weise, wie beide getragen werden, gibt es kleine und große Unterschiede.


Um einen Kimono richtig zu tragen, benötigt man neben dem Gürtel (Obi) auch noch einen Juban, ein Untergewand, ein Obiage, einen Obijime und weiße Tabi, welche zusammen mit den Zori getragen werden. Für eine Yukata selbst reichen ein Obi und Geta, Holzschuhe, welche meiner Auffassung nach, sehr bequem sind.


Sich den Kimono selbst anzuziehen benötigt etwas Übung und sollte, gerade zu Beginn, unter Aufsicht eines Lehrers oder einer erfahrenen Person erfolgen, damit man mit dem Endergebnis auch zufrieden ist. Da ich mich aktuell noch in Japan befinde, kann ich auf Anfrage gern online Workshops anbieten. Zurück in Deutschland soll es dann auch die Möglichkeit geben, eine Eins zu eins Betreuung zu erhalten. Wer also Interesse hat, meldet euch gern bei mir.


 

Hier nochmal eine Liste an Accessoires, welche ihr braucht, wenn ihr einen Kimono oder eine Yukata tragen wollt.

Kimono

Yukata

Kimono

Yukata

Juban (Hanjuban oder Nagajuban)

Unterkleid

Unterkleid

Erishin

Erishin

Koshihimo oder Elastic band x 2

Koshihimo oder Elastic band x 2

Obijime (optional)

Korin Belt

Obiita (optional)

Datejime x 2

Obi (Hanhaba Obi)

Obiita

Geta (Wodden Shoes)

Obi (changes with formality)


Obiage


Obijime


Tabi


Zori



Wie ihr sehen könnt, braucht man für einen Kimono mehr Accessoires als für eine Yukata und ich kann aus eigener Erfahrung heraus sagen, dass es sehr viel einfacher ist eine Yukata anzuziehen, als einen Kimono. Vergleicht man die beiden Kleidungsstücke mit unseren westlichen Pendants, kann man eine Yukata mit T-Shirt und kurzer Hose gleichsetzen und einen Kimono eher mit einem schicken Kleid oder einem Anzug. Die Webseite Motoji hat einen wundervollen Beitrag zum Thema Formalitätsstufen, auf welchen ich im nächsten Beitrag eingehen werde. Falls ihr Fragen habt oder etwas im Post unklar geblieben ist, schreibt es mir in die Kommentare. Ich werde den Beitrag anpassen und erweitern, wenn nötig.

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